Betreff:
Ihre Plakate und Aufkleber
Datum:
Tue, 13 Jul 2004 08:58:37 +0200
Von:
Manfred Neuberger <manfred.neuberger@univie.ac.at>
An:
"Rockenbauer Robert, Speiser A." <office@alpha2000.at>
CC:
"LdsSanDir.Dr.Olexinski, Dr. Oberleitner" <post.abt12@ktn.gv.at>
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Sehr
geehrter Herr Rockenbauer!
Zu
Ihrer Anfrage kann ich Ihnen mitteilen, dass zwar gesetzliche und fiskalische
Maßnahmen im Mittelpunkt der Tabakprävention stehen müssen,
aber
in Verbindung mit den von Ihnen angesprochenen PR-Maßnahmen noch
an Wirksamkeit und Effizienz gewinnen (siehe dazu
http://www.aerzteinitiative.at/_FAQs_1.htm
, http://ssdc.ucsd.edu/ssdc/pdf/2002FINAL_RPT.pdf , http://europa.eu.int/comm/health/ph_determinants/life_style/Tobacco/Documents/ev_20031113_rd01_en.pdf.
Wissenschaftlichen
Ergebnisse über die Vorteile kombinierter Strategien werden dzt. von
einer Expertengruppe der EU (ASPECT) zusammengestellt,
bei
der ich mitwirke, und werden bald auf www.aerzteinitiative zur allgemeinen
Verfügung stehen. Zu Ihren Plakaten und Aufklebern kann ich aus eigener
Erfahrung und der von Schulärzten sagen, dass sie sich bei der Unterstützung
der Imageverbesserung des Nichtrauchens bewährt haben. Insbesondere
die schöne Positivwerbung für das Nichtrauchen ist in ihrer Art
einzigartig und sehr hilfreich, um das Selbstbewußtsein nichtrauchender
Kinder und Jugendlicher zu stärken. Meine Frau hat als Schulärztin
diese (aus eigener Tasche bezahlten) Plakate aufgehängt, um ihre eigenen
Vorträge durch emotionale Bilder zu unterstützen und nachhaltige
Erinnerung zu schaffen, was in einigen Schulen auch gelang. Leider kam
es auch vor, dass militante Raucher unter den Lehrern diese Plakate wieder
entfernten, was zeigt, welch großer Aufklärungsbedarf in Österreich
noch
gegeben
ist. Trotz der Bemühungen der Minister Außerwinkler und Rauch-Kallat
gehört Österreich zu den Schlusslichtern bei der Tabakprävention
in Europa. Umso wichtiger sind Ihre Aktivitäten einschließlich
der Plakatwerbung, die von der Ärzteinitiative ausdrücklich unterstützt
werden. Selbstverständlich bemühen wir uns auch um die Verbesserung
legistischer und fiskalischer Maßnahmen sowie Medienkampagnen mit
größerer Reichweite wie "Feel Free to Say No" oder die seit
heuer auch vom BMBWK unterstützte Aktion "Be Smart, Don't Start".
Aber erst das Zusammenwirken dieser Aktionen kann uns den dringend nötigen
Erfolg bringen.
Mit
freundlichen Grüßen oUniv.Prof.Dr.med. M.Neuberger |
Liebe
Leser!
Was
halten Sie vom Vorschlag einer Volksabstimmung? Ich bitten um Ihre Meinung!
Ich fürchte, dass die Passivität der Nichtraucher, durch die
das
Raucherproblem
erst entstanden ist, auch bei einer Volksabstimmung negativ ausgehen könnte.
Zwar werden die Nichtraucher immer mutiger,
sich
für rauchfreie Zonen ein zusetzen, aber wenn es darauf ankommt, wie
sieht es dann aus? Und wer vor allem soll diese Arbeit übernehmen?
Woher die finanziellen Mittel nehmen?
Robert
Rockenbauer
E-Mail:
nichtraucher@utanet.at
Tel.
u. Fax 0512/268025
Sehr
geehrter Herr Robert Rockenbauer!
Anbei
unser Vorschlag zum Artikel aus der NRZ 2/2004: „Wie lässt sich das
Raucherproblem lösen?“
Unser
Vorschlag stützt sich auf die mehrfache Information, das es in Österreich
6 Millionen Nichtraucher gibt und 2,3 Millionen Raucher. Da die Politiker
nicht den Mut haben die Interessen der schweigenden Mehrheit zu vertreten,
sollten die Rechte der Demokratie genutzt werden: Das Volksbegehren, die
Volksabstimmung. Einerseits muss kein Politiker dafür die Verantwortung
übernehmen, anderseits kann sich kein Politiker leisten, die berechtigte
Forderung zum Schutz der Nichtraucher nicht zu unter stützen.
Die
politische Forderung der Volksabstimmung soll folgendes enthalten (teilweise
von Herr Karl-Heinz Mayer formuliert (NRZ 2/2004 Seite 15):
1.
Grundsätzlicher Anspruch auf rauchfreie Luft in allen öffentlich
zugänglichen Räumen.
2.
Rauchfreie Zone bei allen Haltestellen, Bahnhöfen und Bahnsteigen
öffentlicher Verkehrsmittel.
3.
Erlaubnis zum Rauchen nur in ausdrücklich gekennzeichneten und wirkungsvoll
abgegrenzten entlüfteten Teilbereichen, deren Größenordnung
sich
am prozentuellen Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung zu orientieren
hat.
4.
Im Interesse der Gesundheit hat der Nichtraucher das Recht dem Raucher
das Rauchen in seiner Gegenwart zu verbieten.
5.
Schutz der Arbeitnehmer durch Aufklärung der Folgen des Passivrauchens
und dem Recht auf Lungenuntersuchung und die Arbeit in den Raucherräumen
zu verweigern.
6.
Installation eines Nichtraucher Anwaltes.
7.
Maßnahmen um das Gesetz durch setzen zu können (STRAFBESTIMMUNGEN).
Die
Begründungen des Volksbegehren zur Volksabstimmung (denen sich kein
Politiker entziehen kann) sind anzuführen. (Teilweise sind sie in
der
NRZ
2/2004 Seite 6, 11 angegeben) Auszugsweise sind dies:
1.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass das Passivrauchen massiv
gesundheitsschädlich ist. Die Nötigung zum Passivrauchen durch
Raucher
muss daher als wissentliche Körperverletzung bewertet werden. Daher
ist es angebracht durch gesetzliche Rauchverbote von der unnötigen
Körperverletzung
zu schützen.
2.
Rauchfreie Luft zeigt schnelle Wirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung
-> schnelle Senkung der Kosten für Gesundheit (siehe NRZ 2/2004 Seite
6, Die Erfahrungen aus Helena in Kalifornien)
3.
Recht der Menschen auf lebenserhaltende und lebensfördernde Maßnahmen
zur Gesundheitserhaltung. Das Unrecht Menschen gegen ihren Willen lebensgefährdenden
wie auch lebensverkürzenden Elementen auszusetzen.
4.
Kaufkraftverlust durch Zigarettenindustrie
5.
Volkswirtschaftliche Schaden durch Tabak, hohe Kosten des Gesundheitswesens
gegenüber den geringen Einnehmen aus der Tabaksteuer.
Die
Vorgangsweise stellen wir uns so vor:
1.
Formulierung des Volksbegehrens / Text für Volksabstimmung, Vorgaben
für Nichtraucherschutzgesetz.
2.
Sammeln der nötigen Unterstützungserklärungen für ein
Volksbegehren, das eine Volksabstimmung fordert. (Unterstützung durch
Ämter, Vereine,
...)
3.
Volksabstimmung, Verabschiedung des Gesetzes
4.
Umsetzung durch Installation des NRS-Anwaltes, Anwendung der Strafbestimmungen
(zuerst Gesetz mit Strafbestimmungen, dann Durchsetzung)
Mit
freundlichen Grüßen Fam. Enenkel |
Betreff:
"Irischer Restaurant-Verband sieht Rauchverbot als Erfolg" (Ireland On-Line,
31.05.04)
Datum:
Mon, 31 May 2004 17:50:53 +0200
Von:
Sebastian Winkelmann <bastel22@web.de>
An:
redaktion@neon-magazin.de
CC:
info@aerztezeitung.de
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Weiterleitung
Pressemitteilung Ireland On-Line, 31.05.04 -
Frei
aus dem englischen übersetzt: "Irische Gastronomie glücklich
mit Rauchverbot"
Der
irische Restaurant-Verband hat mitgeteilt, das seine Mitglieder keine Geschäftseinbußen
als Resultat des Rauchverbotes haben. Die Restaurants hätten anfänglich
befürchtet, das Verbot würde ein Kundenverlust bedeuten, der
Sprecher der Vereinigung sagte aber, das sie nun vollkommen zufrieden seien.
"Aus unserer persönlichen Erfahrung können wir sagen, dass das
Geschäft das gleiche wie im Vorjahr ist." "Als Restaurant - Verband
sind wir generell sehr glücklich mit dem Nichtrauchen. Es macht ein
Restaurant zu einem sehr viel schöneren Platz zum Essen." ( 31.05.04,
Ireland On-Line / Quelle: http://212.2.162.45/news/story.asp?j=87092220&p=87x9z8xx&n=87092829
) |
Betreff:
[Fwd: Maßnahmen gegen Gesundheitsgefährdung durch Tabakrauch
in den Gastwirtschaften und Zurückdrängung des Tabakrauchkonsums]
Datum:
Fri, 09 Apr 2004 19:11:25 +0200
Von:
"Harald J. Orthaber" <h.orthaber@fli.at>
An:
"Rockenbauer, Robert" <nichtraucher@utanet.at>
-------------------------------------------------------------------------------------------
Sg.
Hr. Rockenbauer,
Ihr
Einsatz bei der ORF-Diskussion "offen gesagt" - Feldzug gegen Raucher (2.4.04)
hat mir sehr gut gefallen. Überhaupt sind die "ewigen Positionen"
von
Rauchern äusserst mager und gerechtfertigen eigentlich nun kein längeres
Zögern mehr, endlich Maßnahmen zu setzen. Zu Ihrer Information
ein Brief an Fr. Rauch-Kallat.
herzliche
Grüße und frohe Ostern, Harald Orthaber
***
*** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** ***
***
Harald
J. Orthaber
h.orthaber@fli.at
Dipl.-Ing./M.Sc.
Dr.
A-1170
Wien, Austria Lacknergasse
43/4
Voice:
1-4846413
Fax: 1-4846413
***
*** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** ***
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Betreff:
Maßnahmen gegen Gesundheitsgefährdung durch Tabakrauch in den
Gastwirtschaften und Zurückdrängung des Tabakrauchkonsums
Datum:
Fri, 09 Apr 2004 18:35:28 +0200
Von:
"Harald J. Orthaber" <h.orthaber@fli.at>
An:
"Rauch-Kallat, Maria" <maria.rauch-kallat@bmgf.gv.at>
-------------------------------------------
Sehr
geehrte Frau Minister Maria Rauch-Kallat,
zur
ORF-Diskussion "offen gesagt" - Feldzug gegen Raucher (2.4.04) - war in
den Medien zunächst betretenes Schweigen angesagt. Vielleicht gab
es etwas, mir sind jedenfalls weder eine Berichterstattung noch Kommentare
aufgefallen. Man zweifelt entweder an der Ernsthaftigkeit Ihrer
Maßnahmenumsetzung
oder ist schlicht wortkarg aufgrund schlechter argumentativer Karten für
die Beibehaltung der jetzigen Tabakrauchgewohnheiten. Wie auch immer, besser
werden die Argumente nicht, die Gesundheitsgefährdung ist ausreichend
dokumentiert und die Gewohnheiten werden sich ohne gesetzliche Maßnahmen
nicht ändern. Alles andere bleiben Wunschgedanken. Deshalb muss getan
werden, was in jedem Staate üblich ist, wenn ein Teil der Gesellschaft
durch ihr Handeln den anderen Teil in der Gesundheit nachweisbar beeinträchtigt.
Hier kann nicht einfach der öffentliche Raum zur Privatsache erklärt
werden. Dies gilt genauso wenig in vielen anderen Bereichen (z.B. Kfz-Verkehr)
des öffentlichen Lebens und bei Gewaltverbrechen natürlich auch
im Privatbereich als Selbstverständlichkeit. Ausserdem wäre eine
Umsetzung der Grundrechte, in Österreich indirekt über die Menschenrechtskonvention
verschwommener ableitbar - in Deutschland klar durch den Schutz der körperlichen
Unversehrtheit definiert, aus politischer Sicht, ohnehin guten Gewissens
strikt nachzukommen. Ich ersuche Sie daher, ihre angekündigten Maßnahmen
im Bereich der Gastwirtschaften (damit meine ich auch Bars und Nachtlokale
miteingeschlossen) nicht halbherzig, infolge vielleicht (wiederum) freiwilligen
Beteuerungen vonseiten der Wirtschaft, umzusetzen. Beteuerungen werden
sich mit Sicherheit nur als Selbstüberschätzung gegenüber
dem Marktzwang herausstellen. Ihre einjährige Frist ist zwar in Ordnung,
nur welche konkreten Forderungen ergehen mit einem jetzigen neuen Aufruf
an die Gastwirte (oder wird gar nun lediglich ein Jahr gewartet), die dann
überprüft werden sollen? Es wird nicht viel herauskommen. Jedenfalls
sollte jetzt schon mit der Vorbereitung einer Maßnahmensetzung /
Untersuchungen über die Auswirkungen in Irrland usw. begonnen werden,
um nach einem Jahr gleich konkret zu werden. Was verstehe ich unter Maßnahmen:
Zunächst sind hier nur rechtsverbindliche Maßnahmen sinnvoll
(Freiwilligkeit gäbe nur Gelächter), daraus ergibt sich Bewusstsein
und nicht einfaches Wegschauen und andere Gäste vor rauchende
Tatsachen
stellen. Eine verbale Durchsetzung nicht mitrauchwilliger Gäste wird
ermöglicht. Die praktische Kontrolle und Regelung geht somit durchaus
von den Gästen aus und ein erheblicher Mehraufwand vonseiten der Exekutive
wird längerfristig nicht zu erwarten sein. Zwei Möglichkeiten
(die zweite Möglichkeit ist nicht gut und wird nur angeführt,
weil sie oft diskutiert wird): 1. generelles Rauchverbot - ganz oder
teilzeitlich, 2. getrennte Räumlichkeiten oder sehr gut gelöste
Rauchkanalisierung teilabgeschirmter Raumbereiche in allen Gastwirtschaften.
Die konsequenteste Lösung des ganzzeitlichen generellen Rauchverbots
würde als einzige Maßnahme sowohl den umfassenden Schutz vor
Passivrauchen, den Schutz von ArbeitnehmerInnen in Gastwirtschaften, als
auch die Zurückdrängung des Rauchens in allen Alterschichten
am ehesten bewirken. Übergangslösungen als Teilzeitverbote wären
zwar denkbar (z.B. Rauchverbotszeiten 11-15Uhr, 19-23Uhr, sie decken Essenszeiten
ab) - nur wozu? Für die Tabakindustrie? Im Sinne einer nachhaltigen
Entwicklung sollten sich Betriebe, die nicht gerade für Prosperität
in der Gesellschaft sorgen, sich ehestens um andere Produkte umsehen. Die
zweite Möglichkeit getrennter Räumlichkeiten, würde zwar
den Schutz vor Passivrauchen
gewährleisten,
aber das Rauchen selbst möglicherweise nicht zurückdrängen.
Die Konzentration in den Raucherräumen würde ansteigen. Die Gefährdung
von Jugendlichen, insbesondere in Nachtlokalen wird nicht wirklich herabgesetzt.
Komplexe Regelungen (Raumausstattung) hohen Kosten - zum Teil von
kleinen Gaststätten gar nicht leistbar oder umsetzbar (wieder besondere
Regelungen?), Übergangsregelungen, Berücksichtigungen von Wettbewerbsproblemen
kleiner Gaststätten usw. machen eine solche Maßnahme auch wirtschaftlich
riskant und viel zu aufwendig. Generelles Rauchverbot ohne Ausnahmen belässt
dagegen ohne Kopfzerbrechen gleiche wirtschaftliche Bedingungen für
jeden Gastwirtschaftsbetrieb. Demnach kann ich nur auf die Möglichkeit
eines generellen Rauchverbots als effektive und einfach umsetzbare Maßnahme
in Gastwirtschaften plädieren. Zum Abschluss ersuche ich Sie noch,
dem im vorigen Jahr von der Bundesregierung oder einem Rechtsvertreter
zugestimmten Entwurf der WHO-Tabak-Rahmenkonvention in Erinnerung zu rufen
und diese überzeugend zur Ratifizierung im Parlament durchzubringen.
Ein
geruhsames Osterfest, mit herzlichen Grüßen, Harald Orthaber
**
*** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** *** ***
***
Harald
J. Orthaber
h.orthaber@fli.at |
Betreff:
Rauchen
Datum:
Thu, 20 May 2004 00:01:04 +0200 (MEST)
Von:
"Renate Maschek" <renate.maschek@gmx.at>
An:
nichtraucher@utanet.at
----------------------------------------------------
Sehr
geehrter Hr.Rockenbauer!
Vor
kurzem von einer Neuseeland-Reise zurückgekehrt fällt mir noch
unangenehmer als früher auf, dass Österreich eine wahre Rauch-
(=Nichtraucher) hölle ist! Ich bin (fast) militante Nichtraucherin
und will einfach nicht akzeptieren, dass mein Recht auf rauchfreie Luft
ständig missachtet wird. Ich weise in jedem Lokal darauf hin, dass
Nichtraucher für Raucher (im Normalfall) keine Belästigung darstellen,
in umgekehrter Weise aber sehr wohl. Auch in Neuseeland und Australien
finden Lokalbesitzer ihr Auskommen - trotz des rigosen Rauchverbots. Wie
angenehm und lebenswert ist das Leben für Nichtraucher in diesen Ländern.
Unsere Regierung sieht natürlich keinen Handlungsbedarf- die Wirtschaft
darf nicht durch unpopuläre Maßnahmen geängstigt werden.
Aber auch wir NichtraucherInnen zählen zum "populus", wir werden ganz
einfach nur nicht zur Kenntnis genommen. Gefühle der Hilflosigkeit
und Ohnmacht ergreifen mich immer wieder, immer öfter aber auch Wut
und Aggression. Wie können wir nachhaltig Gehör finden???
Mit
freundlichen Grüßen Mag.Renate Maschek |
Betreff:
Restaurantfuehrer "Kinder willkommen"
Datum:
Thu, 06 May 2004 15:25:24 +0200
Von:
"Sabine H. M. Merwald" <sabine@merwald.com>
An:
nichtraucher@utanet.at
----------------------------------------
>Date:
Thu, 06 May 2004 13:22:59 +0200
>To:
familienverband@edw.or.at
>From:
"Sabine H. M. Merwald" <sabine@merwald.com>
>Subject:
Restaurantfuehrer "Kinder willkommen"
--------------------------------------------------------------------------------------
>Sehr
geehrte Damen und Herren,
>zunaechst
vielen Dank fuer die prompte Zusendung des Restaurantfuehrers "Kinder willkommen".
Beim Durchsehen war ich allderings sehr enttaeuscht ueber die Tatsache,
dass von >ca. 58 Lokalen weniger als 20 ueber eine Nichtraucherzone verfuegen.
>Wahrscheinlich sind es tatsaechlich noch weniger, denn ich rief einige
an, um mich in diesem wichtigsten Punkt zu vergewissern, doch davon hatten
zwei (Lusthaus; Witwe Bolte) keine Nichtraucherzone, andere mit Vorbehalt
(im Winter nicht immer, etc.). Doch gerade DIES ist das allerwichtigste
Kriterium bei der Restaurantwahl, da es schliesslich um die Gesundheit
der Kinder geht. Sie sind die Gruppe, die am meisten schuetzenswert ist
und sich zugleich am wenigsten gegen den Passivrauch zur Wehr setzen kann.
Die Folgen koennen im schlimmsten Fall bis zu SIDS (sudden infant death
- syndrome) gehen. Ich bin auch schon seit Jahren auf politischer Ebene
bemueht, die gesetzliche Etablierung von Nichtraucherzonen zu erwirken,
doch bis dato ohne Erfolg. Wir sind nur kleine Schritte vorangekommen.
Ich bitte Sie daher, Ihre Broschuere unbedingt zu aktualisieren. Bei dieser
Gelegenheit haetten Sie die Moeglichkeit und Chance, im Namen der Kleinsten
Lobbying zu betreiben, sodass die Lokale, die keine Nichtraucherzone haben,
doch Einsehen erlangen und einen solche etablieren. Restaurants, die Familien
mit Kindern durch Ihre kindergerechte Ausstattung anziehen, muessten letztere
doch vor allem mit sauberer Luftqualitaet zuvorkommend behandeln!! Vielen
Dank fuer Ihre Bemuehungen, >umgekehrt darf ich Ihnen noch 2 Lokale mit
NR-Zone vorstellen, das "Tibet" im 9. Bezirk sowie "Wrenkh" im ersten Bez.
(eigener Raum) sind sehr kinderfreundlich.
Ich
hoffe, auf balidge gemeinsame Erfolge dahingend und verbleibe
mit
freundlichen Gruessen, Sabine Merwald |
Betreff:
"Offen gesagt"
Datum:
Mon, 5 Apr 2004 10:17:46 +0200
Von:
"Karl-Heinz Mayer" <kh.mayer@utanet.at>
An:
<nichtraucher@utanet.at>
----------------------------------------------------------------------------
Es
geht nicht um die Befindlichkeit der Raucher
Sehr
geehrter Herr Rockenbauer!
Danke
für Ihr Engagement und Ihre zielorientierten, gut formulierten Diskussionsbeiträge
in der Sendung "Offen gesagt" vom 4.4.2004! Ihre prägnanten Statements
haben sich wohltuend von dem ewig gleichen Gelaber der Nikotinabhängigen
und Handlungsunwilligen abgehoben. Der Gesamteindruck der Sendung war für
mich leider weniger positiv: Es geht weniger um die Befindlichkeit der
2 Millionen Raucher, sondern in erster
Linie
um den Schutz der 6 Millionen Nichtraucher. Niemand wird einen Herrn Mauhart
von der Sinnlosigkeit des Rauchens Überzeugen können, aber man
hätte zumindest versuchen können, ihm und seinen zwei Millionen
Gesinnungsgenossen noch eindringlicher zu erklären, was ihre Rauchwolken
für Kinder, für Asthmakranke und für den ganz gewöhnlichen
Durchschnittsmenschen bedeuten, der ungestört sein Essen im Restaurant
geniessen und seinen Körper gesund erhalten will. Die Frau Minister
scheint zwar fähig zur Einsicht zu sein, aber offensichtlich unwillig
zu handeln, da sie natürlich auf die entsprechenden Lobbies und Wählerschichten
Rücksicht nehmen zu müssen glaubt. Trotzdem hätte man ihr
noch deutlicher sagen können, dass Politiker eine klare Verpflichtung
haben, Zustände, die sie als nachteilig erkennen, auch tatsächlich
durch entsprechende gesetzliche Maßnahmen zu verändern. Meiner
Meinung müsste die politische Forderung für Österreich so
lauten: 1. Grundsätzlicher Anspruch auf rauchfreie Luft in allen öffentlich
zugänglichen Räumen, Lokalen, Geschäften, Büros etc.
Eine Tischreservierung ohne besonderen Zusatz muss Anspruch auf einen rauchfreien
Tisch gewährleisten, nicht umgekehrt, wie es heute leider ist. 2.
Erlaubnis zum Rauchen nur in ausdrücklich gekennzeichneten und
wirkungsvoll
abgegrenzten und entlüfteten Teilbereichen, deren Größenordnung
sich am prozentualen Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung zuorientieren
hat (also jedenfalls kleiner als der Nichtraucherbereich sein muss). 3.
Schutz der Arbeitnehmer, z.B. durch jährliche verpflichtende
Lungenuntersuchung
mit Belehrung über die möglichen Folgen des Passivrauchens und
das Recht, die Arbeit in den Raucherräumen zu verweigern.
Schade
war auch, dass niemand die Courage und Schlagfertigkeit hatte, dem
peinlichen und niveaulosen Einstieg von Herrn Bronner mit seiner pauschalen
Verächtlichmachung der Iren entgegenzutreten. Aber ich weiß:
zu Hause vor dem Fernsehschirm hat man leicht reden. Deshalb nochmals danke
für Ihren Auftritt, mit dem Sie die Interessen der Nichtraucher gut
vertreten haben!
Karl-Heinz
Mayer |
Betreff:
Forum
Datum:
Thu, 29 Apr 2004 16:07:39 +0200
von:nichtraucher@utanet.at
An:
nichtraucher@alpha2000.at
------------------------------------------------------
Maßnahmen
gegen die Gesundheitsgefährdung durch Tabakrauch in den Gastwirtschaften
Zurückdrängung des Tabakrauchkonsums
In
der ZIB (14.4.2004, 19h30) kam die Meldung: „Laut Aussage des Gesundheitsministeriums
sind bezüglich des Rauchens keine Verschärfungen
der
Gesetze geplant“. Vielleicht sind für den Bereich der Gastwirtschaften
die jetzigen Gesetze (am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden)
nicht adaptierbar und es erfordert zusätzliche Gesetze? Dann könnte
das Wortspiel ja stimmen. Wenn noch keine Gesetze existieren, können
sie auch nicht verschärft
werden! Oder wie sonst ist diese Meldung zu verstehen? Täuschen und
Tarnen zur Gemütsberuhigung, oder entsprechende
Ausdrucksweise
vonseiten des Gesundheitsministeriums? Die Sache ist jedenfalls bemerkenswert,
wenn man sich an die durchaus verantwortungsbewussten Aussagen von Frau
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bei der ORF-Diskussion "Offen
gesagt" - Feldzug gegen
Raucher
(am 4.4.04) erinnert!
Wer
die derzeitige Lage innerhalb Europa überblicken möchte, der
sollte einmal die Seite http://www.smokeatwork.org/german/factsheet2.htm
aufsuchen.
Es tut sich eine Menge. Angesichts der Umschwünge und teils schon
eingeführten Rauchverbote und -beschränkungen in etlichen
europäischen
Staaten (insbesondere Niederlande, Norwegen, Italien, Republik Irland,
Belgien, Frankreich und auch Finnland mit einer
interessanten
Studie), wird es ehestens ein Leichtes sein, Auswirkungen in vielen Fassetten
zu studieren. Gewisse Verunsicherungsargumentationen
vonseiten
der Tabakindustrie und deren versuchter Schulterschluss mit der Gastwirtschaft
werden sich in „rauchfreie“ Luft auflösen. Daneben sei bemerkt, dass
viele GastwirtInnen inklusive des Personals selbst stark nikotinabhängig
sind und schon aus diesem Grund von einem Verbot wenig wissen wollen. Nichts
desto weniger bedarf es aber an eine umso notwendigere Unterstützung
von jenen Rauchern (zumindest einem Drittel davon), die aufgrund der Einschränkungen
die Chance ergreifen und ihren Nikotinkonsum einstellen wollen.
Einige
weitere Bemerkungen: Eine Argumentation oder Umsetzung lt. etlichen Staaten,
den Rauchern die Bars und Pubs generell zu "überlassen", halte ich
trotz des gutgemeinten Willens ihnen damit einen Freiraum zu gewähren,
dennoch für problematisch. Man kann es probieren, muss sich aber im
Klaren sein, dass gerade die jüngeren Leute diese frequentieren und
dort die problematischsten Auswirkungen der drastischen Steigerung des
Nikotinkonsums bestehen. Eine Gleichbehandlung für alle ist der bessere
Weg. Ein kleiner Ausweg wäre eventuell noch eine Zeitbeschränkung
(z.B. Rauchverbotsaufhebung ab 23 oder 24 Uhr). Würde man für
verschiedene öffentliche Lokaltypen Ausnahmen machen, so läuft
man ausserdem wieder in Konkurrenzprobleme, denn in Esslokale wird man
essen und anschließend relativ schnell das Lokal entsprechend wechseln,
um den Rauchgewohnheiten nachzugehen und dort auch zu trinken. Trinken
ist aber eine wichtige Einnahmequelle und dementsprechend ist dann mit
Einnahmeverlusten bei Esslokalen zu rechnen. Im Gegenzug müsste man
wiederum Raucherbereiche in Esslokalen gestatten, mit wiederum komplexen
Bestimmungen und kostenintensiven Einrichtungsaufteilungen. Dann wären
wir wieder dort, was die Umsetzung in die Länge zieht und der Kostenaufwand
inklusive des gesetzlichen Aufwandes stark erhöht und verkompliziert.
Und auch das Ziel einer Verminderung des generellen Nikotonkonsums wird
nur mehr marginal werden. Das können wir nicht ernsthaft wollen. Gewinner
wäre nur die Tabakindustrie. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung
sollten sich Unternehmen (z.B. Tabakindustrie), die nicht gerade zum Wohl
in der Gesellschaft sorgen, sich ehestens um andere Produkte umsehen.
Ich
kann allen jenen, die den derzeitigen rauchigen Zustand in unseren Gastwirtschaften
und ihre Gesundheitsgefährdung und Verführung zum
Rauchen
nicht mehr länger tolerieren wollen bitten, sich die Mühe zu
nehmen, ihre Eindrücke, Lob und Tadel von Gastwirtschaften hier im
Kommunikationsforum
<nichtraucher@alpha2000.at> zu dokumentieren, an Freunde und Bekannte
weiterzureichen und auch mitunter an das BM für
Gesundheit
und Frauen Meinungen und Vorschläge zu unterbreiten. Sie sind aus
eigener Erfahrung auch individuell sehr Kontaktbereit und um das
Problem
bemüht. Adresse: BM für Gesundheit und Frauen, Radetzkystr. 2,
1030 Wien. E-Mail: <maria. rauch-kallat@bmgf.gv.at> Harald J. Orthaber,
1170 Wien
Veröffentlichung
in der NRZ 2/2004 |
Betreff:
Forum
Raucherproblem
- Vorschläge - wie könnte man das ändern?
Datum:
Mon, 26 Jan 2004 23:15:22 +0100
Erhard
Ogris <eogris@gmx.at>
-----------------------------------------------------------------------
S.g.
Herren!
Die
von Prof. Neuberger präsentierten Fakten, die Österreich als
eines der rauchfreundlichsten Länder Europas ausweisen sind für
mich eine traurige Bestätigung von dem was ich täglich sehe und
rieche. Diese wenig ruhmreiche Entwicklung war vorhersehbar, denn der Anteil
an jugendlichen Rauchern in Österreich stieg in den letzten Jahren
stetig (vor 2 Jahren schon wies eine entsprechende Statistik im Schweizer
Nachrichtenmagazin "Facts" Österreich weltweit als Spitzenreiter aus).
Was ich nicht ganz verstehe ist die Tatsache, dass Östrreich nicht
nur gegenüber den USA sondern auch gegenüber vielen europäischen
Ländern arg ins Hintertreffen geraten ist, was den Nichtraucherschutz
betrifft. Was sagt z.B. das Gesundheitsministerium, wenn es lang anhaltende
negative Trends vorgelegt bekommt?
Meiner
Meinung nach schreit die jetzige Situation geradezu nach einem Volksbegehren.
Wenn die Umfragen der letzten Jahre stimmen, dann steckt
enormes
Potential für rauchfreie Luft in der österreichischen Bevölkerung.
Wie denken Sie darüber. Es dürfte doch nicht so schwierig sein
über die
Medien
mind. 8000 Leute zu motivieren, sich endlich gegen die unerträgliche
Feinstaubbelastung zur Wehr zu setzten. und dies mit einer
Unterschrift
zu dokumentieren. Nach dieser Hürde wären es noch viel mehr,
denn Nichtraucher sind oft (hierzulande) eher zurückhaltend und trauen
sich nicht, hervorzutreten und etwas zu fordern. Durch ein Volksbegehren
könnte man dieses latente Potential nützen und ansprechen. Ich
erwarte mir dadurch zwar keine sofortige bahnbrechende Änderung der
Situation, der Bedarf und der Wunsch nach rauchfreien Raüumen wäre
aber somit eindeutig und unzweifelhaft dokumentiert.
Ich
kann den Vorschlägen von Herrn Orthaber viel abgewinnen - v.a. die
Beweisumkehr wäre etwas Fantastisches. Grundsätzlich glaube ich
aber,
dass
eine echte Änderungschance nur über das Argument Kosten funktionieren
wird. (Beim Thema Grundrecht schickt einem der Gesundheitsminister eine
Resolution aus den 50er Jahren zu, dass man ohnehin ein Grundrecht auf
reine Luft hat. Vielen Dank.) Welche Kosten verursachen Raucherschäden.
Wie wirkt sich das auf unser Gesundheitssystem, das ja immer noch ein Versicherungssystem
ist, aus. Es kann doch nicht so schwer sein, enstpechende Zusammenhänge
zu erfassen, hochzurechnen und daraus entsprechende Versicherungsprämien
zu berechnen.
Weiters
würde mich interessieren, inwiefern z.B. MAK Werte für Formaldehyd,
CO oder generell PM10 bzw. PM2.5 Werte durch Zigarettenrauch in Gasthäusern,
aber auch z.B. Büros überschritten werden. Haben Sie, Herr Neuberger,
dazu Daten? Ich habe einmal gelesen, dass die MAK Konzentration von
Formaldehyd bereits nach 3 Zigaretten in einem 15 m2 Raum überschritten
wird. Kann das stimmen?
Ein
weiterer Weg wäre eine Art Gütesiegel für Rauchfreie Restaurants/Bars.
Ich habe soetwas in Toronto erlebt. Ein Grünes Pickerl mit Messer
und Gabel mit denm Hinweis: We proudly present you a non-smoking dining
area, was dann auch tatsächlich rauchfrei war. Durch Nachfragen habe
ich erfahren, dass dieses Programm von der Stadtregierung unterstützt
wird. (Argument: steigende Kosten im Gesundheitswesen). Bei entsprechender
Anfrage von Gesundheitsstadträtin Pittermann, soetwas in Wien anzudenken,
bekam ich einen bla, bla Brief mit dem Inhalt, wieviel sie nicht
für diese Sache tut und noch tun wird.
Zusammenfassend
möchte ich sagen, dass es viele Massnahmen gibt, die in anderen Ländern
schon erfolgreich erprobt wurden und die - im Gegensatz zu den Aussagen
der Tabakindustrie - sehr wohl gewirkt haben. Ich denke,dass ein Volksbegehren,
unterstützt von einem entsprechendem
Personenkomitee,
ein grosser Schritt in Richtung echter Koexistenz von Nichtrauchern und
Rauchern sein könnte.
Beste
Grüsse
Erhard
Ogris
Sg.Herren!
Die
für die Allgemeinbevölkerung geltenden MIK-Werte für Feinstaub,
etc. werden sicher überschritten; z.T. auch TRK-Werte für Karzinogene
am Arbeitsplatz (Tabakrauch ist sowohl von der IARC wie von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft als Humankarzinogen anerkannt, nur in Österreich
drückt
man sich noch um entsprechende Arbeitsplatzbestimmungen, weil er kein Arbeitsstoff
ist). Was das Volksbegehren betrifft, so darf ich Sie an die
Nichtraucherschutzgemeinschaft
verweisen (Robert Rockenbauer, Innsbruck).
MfG
M.Neuberger |
Datum:
Wed, 28 Apr 2004 20:31:47 +0200
Von:
"Erhard Ogris" <eogris@gmx.at>
An:
<nichtraucher@utanet.at>
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S.g.
Herr Rockenbauer!
Ich
stimme Ihnen völlig zu, dass die Zeit für ein Rauchverbot in
der Gastronomie längst fällig ist, wobei ich v.a. Pubs nicht
ausschliessen würde. Ich hoffe auch sehr, dass über über
die EU (Beispiel Irland) ein gewisser Druck auf die Nachzügler ausgeübt
wird. In Deutschland diskutieren entsprechende Organisationen - was Sie
wahrscheinlich ohnehin wissen - dasselbe z.B.: http://www.smokefreeliving.net
.
Meinen
Vorschlag, ein Volksbegehren zu initieren, sehe ich nicht als Widerspruch
zu diesen Forderungen. Ich dachte mir, dass dies ein
demokratisches
Mittel wäre, um der Tatsache Ausdruck zu verleihen, dass eine satte
Mehrheit FÜR ein Rauchverbot in der Gastronomie ist. Sämtliche
online
- Umfragen und TED Umfragen der letzten Jahre in D und A zeigen dieses
Ergebnis. Und es wäre der unanfechtbare Gegenbeweis für die Mauhart`sche
Behauptung, es würde keinen Bedarf für rauchfreie Gaststätten
geben. Was mir auch noch ein Anliegen ist, ist die Tatsache, dass es zwar
immer häufiger Raucherzonen in Restaurants oder auch in den Firmen,
Ämtern etc. gibt, diese jedoch räumlich nicht oder unzureichend
abgetrennt sind. Es passiert daher immer wieder, dass man in diese Gebäude
mit einem grossen Rauchverbotszeichen auf der Tütr geht und das erste
was man riecht ist RAUCH. Ich fordere daher auch verbindliche Bestimmungen,
wie solche Raucherzonen (besser Zimmer) auszusehen haben.
Ich
darf Ihnen in diesem Zusammenhang zu Ihrem Auftreten in "Offen gesagt"
gratulieren, wo Sie der Gesundheitsministerin traurigerweise erklären
mussten,
dass eine normale Gastättenlüftungsanlage (wenn überhaupt
vorhanden) nach neuesten Erkenntnissen KEIN entsprechernder Schutz vor
dem
Rauch ist. Das Argument "Lüftung" wurde übrigens auch aus dem
Arbeitsplatzgesetz richtigerweise gestrichen.
Beste
Grüsse
Erhard
Ogris |
Fri,
23 Apr 2004 16:03:19 +0200
Von:
"Sabine H. M. Merwald" <sabine@merwald.com>
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Sehr
geehrter Herr Rockenbauer,
Ihre
Ausgabe der NR-Zeitung 1/2004 hat mir besonders gut gefallen. Vor allem
der Aufruf
an bzw. die Aufklaerung aller Nichtraucher ist ein sehr
effektives
Mittel zum Ziel. Das
NR-Treffen zum 26.1. ist mir leider entgangen; ich kann es mir nur so
erklaeren,
dass ich kurz davor zur Erkenntnis gelangte, ein Baby zu erwarten.
Andernfalls
haette ich es mir auch kaum entgehen lassen, Sie (endlich)
kennenzulernen
(lernen zu koennen), da ich Ihr Engagement, Ihre Aktivitaeten
und Ihr
Durchhaltevermoegen besonders bewundere und schaetze.
Werden
Sie am 24.5. in Bad Schallerbach sein? Wenn es mir mein Gesundheitszustand
erlaubt (ich musste leider liegen), moechte ich naemlich versuchen,
teilzunehmen.
Ist Dr Waneck vielleicht Raucher? Vor Jahren habe ich ihn schon wegen NR-Zone/Gastronomie
kontaktiert -- keine Antwort. Auch so scheint er ja
sehr zurueckhaltend.
Die Pressekonferenz um 10.00 am 24.5. wuerde es erlauben,
ihn in coram publico zu fragen ("festzunageln"), da er ja Maria
Rauch-Kallat
vertritt, die aus terminlichen Gruenden nicht kommen kann, wie
Sie wahrscheinlich
wissen. Ueber
Ihre Internetseite (ich glaube, Sie haben einen Brief von mir dort publiziert),
wandten sich schon mehrere Hilfesuchende an mich (u.a. eine
Asthmatikerin),
sodass ich diese auch aufklaeren konnte, was Nichtraucher alles tun koennen;
eine Dame wandte sich so wie ich mit Mails und
Telefonaten
an das Gesundheitsministerium (bis dato weicht Fr. Minister
Rauch-Kallat
nicht ab von den "12 Monaten Freiwilligkeit", von denen wir ja
alle
wissen, was sie bringen werden...). Aber
ich fand dennoch ein offenes Ohr, und zwar:
Mag.
Christoph Hörhan, Kabinett der Bundesministerin , Strategische Kommunikation
Radetzkystrasse
2, 1031
Wien, Tel
+43 1 71100-4379
Eine
Frage, haben Sie diese Ausgabe der NR-Zeitung auch an das Gesundheitsmin.
schicken
lassen? Wenn nicht, dann bitte unbedingt an diesen Mag Hoerhan,
denn er
ist jetzt auch sehr aktiv. Bezueglich
Weltnichtrauchertag/24.5. habe ich all mein erarbeitetes Material an den
Organisator des Symposiums in Bad Schallerbach geschickt, um es an
entsprechende
Journalisten fuer Fragen weiterzuleiten und sie vorzubereiten.
Sollte
ich doch teilnehmen, wuerde ich mich sehr freuen, Sie einmal 'life'
in Aktion
zu sehen. Oder sind sie an diesem Tag sogar in Wien?
Ich
hoffe, mit all meinen Mails auch ein wenig Inspiration gewesen zu sein,
wenn nicht,
so zeigt es nur, dass wir alle am gleichen, richtigen Weg sind.
Wuerde
ich jetzt fliegen duerfen (darf ich nicht) -- ich waere schon auf Urlaub
in Irland...
Danke
fuer Ihre unermuedlichen Bemuehungen,
mit
besten Gruessen, Sabine
Merwald |
Betreff:
Offen gesagt
Datum:
Mon, 5 Apr 2004 09:16:05 +0200
Von:
SCHENK Nicole <Nicole.Schenk@ba-ca.com>
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Sehr
geehrter Herr Rockenbauer,
mit
großem Interesse habe ich gestern die Sendung "Offen gesagt" verfolgt.
Ich bin selbst Nichtraucher (hab noch nie eine Zigarette geraucht) und
leide seit Jahrzehnten (ich bin 30 Jahre) unter der Rücksichtslosigkeit
von Rauchern. Und ich gebe Ihnen völlig recht: Herr Mauhart hat gestern
nur seine (finanziellen) Interessen vertreten! Ihm ist doch die Gesundheit
von Jugendlichen völlig egal! Hauptsache, der Umsatz stimmt. Ich habe
auch als Jugendliche unter dem Nikotinqualm gelitten, daher gehe ich auch
heute kaum in Diskotheken oder halte mich lange in Lokalen auf. Ich
bekomme rote Augen, einen kratzenden Hals und manchmal glaube ich, ersticken
zu müssen. Und es ist leider auch so, daß die wenigsten Lokale
rauchfreie Zonen haben (und wenn, dann liegen diese oft unmittelbar (!)
neben der Raucherzone, wie z.B. im berühmten Café Griendsteidl).
Ich empfinde es als höchst respektlos, wenn in Lokalen, wo gegessen
wird, auch geraucht wird - da vergeht einem doch der Appetit! Vor allem
finde ich es immer sehr amüsant, wenn die Raucher wollen, daß
man ihre Sucht respektiert... man kann ihnen doch das Rauchen nicht verbieten!
Und wer, bitte schön, respektiert, daß ich meine Gesundheit
nicht von diesem Pack geschädigt haben möchte?! Die sollen doch
rauchen, aber bitte ihren Dreck selbst
einatmen!
Ich finde die Idee Irlands wirklich nachahmenswert!
Ich
wäre auch dafür, daß auf den Zigarettenpreis eine Art Zusatzsteuer
eingehoben wird, um die Kosten der Nachfolgeerkrankungen zu decken, denn
wie komme ich dazu, daß mein Versicherungsbeitrag für die Erkrankungen
von Rauchern eingesetzt wird, während ich bei Kleinigkeiten einen
Witzbetrag von der Krankenkasse zurückbekomme!
Und
noch was zu Herrn Mauhart: immer wieder geht er auf Alkohol oder Drogen
ein.. nur da gibt´s einen Unterschied: wenn jemand neben mir Alkohol
konsumiert, schädigt er MEINE Gesundheit nicht! Wie auch immer, es
war gestern erschreckend, zu sehen, wie IGNORANT vermeintlich Erwachsene
sind!
Lieber
Herr Rockenbauer, bitte kämpfen Sie weiter!
Hochachtungsvoll
Mag.
Nicole Schenk
|
Betreff:
Rauchverbot in Lokalen
Datum:
Tue, 30 Mar 2004 18:38:48 +0200
Von:
"Josef Richard Mennerstorfer" <j.r.mennerstorfer@utanet.at>
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Ich
habe heute die Diskussion in ORF 2 bezüglich Rauchverbotes in Lokalen
verfolgt, wie es eben in Irland eingeführt worden ist. Die Argumente
des Herrn KR Prilisauer (Anm.: Vertreter der Wirtschaftskammer Wien)
waren auf schwachen Füßen gelagert. Ich kann mir den Blödsinn
nicht mehr anhören, dass die Einführung von diesbezüglichen
Verboten abzulehnen wäre. Es wäre natürlich schön,
wenn wir keine bräuchten. Aber, dann können wir die Strafbarkeit
von Diebstahl, Mord und Totschlag auch abschaffen. Vertrauen wir doch auf
die Gutheit des Menschen! Gesetze, und damit auch Verbote, sind in großem
Ausmaß zum Schutze der Staatsbürger da. Das gehört allen
diesen Zweckoptimisten einmal deutlich ins Stammbuch geschrieben! Solange
also nicht zumindest in Restaurants mit zwei oder mehreren Speiseräumen
ein Nichtraucherraum obligatorisch ist, ist das Ganze eine Farce. Somit
stimme ich den Argumenten ihres Herrn Rockenbauer vollauf zu.
Gibt
es von Ihrer Organisation in NÖ oder Wien eine Kontaktstelle? Ich
würde mich gerne einbringen. Grundsätzlich sind mir erwachsene
Raucher nicht egal. Da ich aber die Erfahrung gemacht habe, dass kaum einer
mit Argumenten vom Rauchen abzubringen ist, verschwende ich meine Energie
nicht für sie. Bei der Jugend kann ich aber weder zuschauen noch wegschauen,
wenn sie exzessiv am Stängel hängen. Es ist später als 5
vor 12! Wenn das so weitergeht, wird Österreich in wenigen Jahren
eine ziemlich kranke Bevölkerung haben.
Aber,
bei Ihnen trete ich ja ohnehin nur offene Türen ein.
Freundliche
Grüße
Josef
R. Mennerstorfer
|
Betreff:
Kommentar - Egoismusexzess in Sache
Rauchverbot
in Gasthäusern
Datum:
Sat, 17 Jan 2004 21:50:17 +0100
Von:
"Harald J. Orthaber" <h.orthaber@fli.at>
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Zum
ZIB3 Diskussionsbeitrag vom Freitag, 16.1.04 bezüglich des von der
EU
angedachten
Rauchverbots in Gasthäusern, versende ich folgenden Kommentar:
Die
menschlichen Charakterzüge betreffend des Egoismus zur Auslebung des
Genusses,
koste es was es wolle, treibt wieder fröhliche Urstände in höchster
Blüte. Da wird die an sich längst geklärte Gesundheitsgefährdung
mit volkswirtschaftlicher eindeutig negativer Tragweite mit nahezu lächerlicher
Ignoranz äusserst primitiv von Herrn Mauhart (ehem. Direktor der Tabak
Austria und auch Präsident des Österreichischen Fußballbundes
(!)), nahezu bespottet. Der Gefährdung wird das Bedürfnis an
Freiheit und Selbstbestimmung (man beachte, da geht es um: "Genusskultur",
"persönliches Wohlbefinden, das sich nicht vorschreiben lässt",
...) entgegengesetzt.
Offenbar
gibt es nur die eine Sorte von Mensch, nämlich die die rauchen. Wer
wen dabei in der Freiheit und dem Genuss mehr einschränkt, hat sich
offenbar der lieben Herr Mauhart noch nicht überlegt.
Die
Gesundheitsgefährdung ist die eine Sache. Wie sieht es eigentlich
mit der Einschränkung des Genusses auf ein gut riechendes Ambiente
bei einem guten Essen, bei einem guten Gespräch in der Gaststube/Bar
oder wenn man zu guter letzt nach Hause kommt, bei der Kleiderablage aus.
Wer kennt nicht die vielen kleinen Ärgernisse, insbesondere mit den
Zuhausegebliebenen, denen dann die entsprechende Rauchwürze entgegenschlägt,
oder wo die Klamotten, wo geht, schnell ins Freie entsorgt werden. Ja,
es zählt nur der Genuss des rauchenden Anteils der Bevölkerung.
Ähnlich wie so manche Autofahrer vor dem Zebrastreifen
Fußgeher gerne geradeausschauend scheinbar übersehen, so wird
überall
wo kein explizit angebrachtes Rauchverbot steht, ignorant angeraucht, egal
ob z.B. gleich zwei Meter daneben jemand zu Mittagstisch sitzt. Es geht
also im Alltag nicht einmal unbedingt nur um die Frage der Gesundheitsgefährdung,
sondern auch um die egoistische Ignoranz, die da waltet. So gesehen, ist
dem Herrn Mauhart zu danken, den Exzess des Egoismus richtiggehend vorgeführt
bekommen und auf den Punkt gebracht zu haben. So wird es zu "guter" letzt,
wie es Amerika vorzeigt, auch in Europa - ob man es glaubt oder nicht,
eben zu Zwangsmaßnahmen kommen (müssen). Da hilft auch ein Angstbeissen
vonseiten der Rauchergesellschaft nicht. Ob manche Räumlichkeiten
oder Häuser ganz rauchfrei, wirkungsvolle Maßnahmen an bestimmten
Tischen (die Tabak Austria könnte sich bei Ausstattungen ja beteiligen)
oder zu gewissen Zeiten (z.B. einige Stunden um die Mittagszeit) und auch
an gewissen Rauchfreitagen in Abendlokalen umzusetzen sind, wird zu diskutieren
sein. Eine wirklich "freie" Marktwirtschaft, wie es in den Köpfen
so mancher politisch rechter Gruppierungen herumgeistert, wird es nie geben.
Sie wird immer nur sogenannt "frei" sein können. Dafür sorgen
eben die Egoismen so mancher MitbürgerInnen. Es braucht daher zumindest
zum Teil neue Rahmenbedingungen und Regelungen, damit eine Volkswirtschaft
auch als solches bezeichnet werden kann - ein Denken und Handeln in Kategorien
des Allgemeinwohls und der Langfristigkeit. Die Staatsführung ist
kein Unternehmen, hat höchstens davon das Attribut der Effizienz,
muss transparent sein und ein Regelwerk zur Bereitstellung sozialer und
technischer Infrastruktur gestalten und kontrollieren können.
Lobbyistenpolitik
zur Genussbefriedigung ist dabei nicht gefragt. Das muss sich Herr Mauhart
wohl oder übel mit sich selbst ausmachen.
Mit
freundlichen Grüßen,
Harald
Orthaber
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Harald
J. Orthaber , h.orthaber@fli.at,
Dipl.-Ing./M.Sc. Dr., http://www.fli.at
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FLi - Fernerkundung & Landschaftsoekologie fuer den Ingenieursektor
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(Remote Sensing & Landscape Ecology for Engineering)
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landscape ecology and landscape planning
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43/4
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