Rauchen jetzt erst recht?  
  
In letzter Zeit fällt mir auf, dass einige Raucher noch aggressiver und provokanter auftreten als früher. Frei nach dem Motto: „Ich lasse mir das Rauchen nicht verbieten“ bzw. „Jetzt rauche ich erst recht!“  
Was der Raucher scheinbar nicht begreift, ist die Perspektive, dass er mit seinem Verhalten die Nichtraucher belästigt bzw. deren Gesundheit schwer beeinträchtigt.  

Ich möchte hier den Vergleich zu einem Drogenkranken ziehen, welcher kriminell wird, um sich seine Sucht finanzieren zu können. Er empfindet wohl kaum Reue für seine kriminellen Handlungen. Es steht der Suchtzweck im Vordergrund, der scheinbar die Mittel rechtfertigt.  
Sicher, der Vergleich mag hart sein, aber so ähnlich verhält es sich auch bei den Rauchern. Im Vordergrund ihrer Argumentationen und Verhaltensweise steht  der Zweck, sich seinen Suchtstoff (Zigarette) zu  beschaffen und egal wo, auch zu konsumieren. Dass er damit anderen Menschen, besonders den Kindern, Leid zufügt, spielt für ihn keine Rolle. So sind auch die vielen oft lächerlichen Argumente von Rauchern zu verstehen. Ebenso die Trotzhaltung, sich nichts verbieten zu lassen. Rauchern fehlt aufgrund dieser Suchtegozentrik die Einsicht, dass Sie es sind, die stören und ihren Mitmenschen Schaden zufügen.  
  
Verfasser:  
Pregetter Werner  
JokeFriends  
Humor- und Wissensservice 



Wer sich für Nichtraucherschutz einsetzt, hat bei Kdolsky nichts zu melden  

Seit 1975 setzt sich die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher für den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, in der Gastronomie und überall dort ein, wo mehrere Menschen im geschlossenen Raum zusammentreffen. Bundesleiter Robert Rockenbauer aus Innsbruck ist es gelungen, bei der vorherigen Ministerin Maria Rauch-Kallat zu erwirken, dass an "öffentlichen Orten" nicht mehr geraucht werden darf. Leider fehlen dem Tabakgesetz immer noch die nötigen Sanktionen. Die Bewusstseinsstärkung der Nichtraucher und die Aufklärungsarbeit bei Kindern und Jugendlichen ist ein weiteres wichtiges Anliegen des Vereins. Statt größtmöglicher Unterstützung des Gesundheitsministeriums wird Rockenbauer jeglicher Gesprächstermin mit Ministerin Kdolsky verweigert. Und nun kam auch die Absage des Subventionsansuchens: "Zu Ihrem Ansuchen wird festgestellt, dass Ihr jahrelanges Engagement für den Nichtraucherschutz sehr begrüßt wird."  Begründung der Absage: "Wie Ihnen jedoch aus den in den Medien wiedergegebenen Diskussionen über die Einsparungen in den öffentlichen Haushalten bekannt sein wird, wurden die Förderungsmittel des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend in den letzten Jahren und auch im Jahr 2007 erheblich gekürzt."  
  
Was Rockenbauer besonders ärgert: "In den letzten Jahren erhielten wir ohnehin nur 750,- Euro Jahressubvention statt der angesuchten 10.000 Euro für die Herstellung und Versendung von 40.000 Nichtraucher-Zeitungen. Auf der einen Seite werden Millionen für zweifelhafte Aktionen verwendet (z.B. Aufklärung über die Schädlichkeit von Schmuggelzigaretten), und uns, die wir als Nichtraucherschutzanwalt agieren und das Nichtrauchen zur Norm machen, werden nun finanziell zum Sterben verurteilt!" Das Dumme an der Geschichte: Der Verein hat bereits die Leistungen für 2007 erbracht, in der Erwartung, wenigstens wieder 750,- Euro zu bekommen. 
  
Die Rettung sieht Rockenbauer in einen Aufruf an die Nichtraucher, den Verein mit Spenden bzw. mit dem Mitgliedsbeitrag zu unterstützen. Dafür bekommt jeder Spender die vierteljährlich erscheinende Nichtraucher-Zeitung, die wesentliche Impulse für Nichtraucher enthält und auch für abgewöhnungswillige Raucher entscheidende Berichte zum Nachdenken vermittelt. Jahresbeitrag 22,- Euro auf das Konto 00895 335 801 bei der BA-CA (12000) ohne weitere Verpflichtungen. Kontaktadresse: nichtraucher@utanet.at oder Nichtraucherbüro, Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck. 


Keine Kompromisse in der Gastronomie  
Raucherräume sind keine Lösung, da die Akzeptanz des Rauchens beibehalten wird  
  
Ich habe mich immer kompromisslos und ablehnend gegen Ausnahmen von Rauchverboten und Raucherräume geäußert, eben weil ich für Maximalforderungen eintrete. Da gibt es keinen Platz für Raucherräume - auch nicht mit luftdichten Türen oder Unterdruck etc.  
   
Als Arzt liegt mir neben der Gesundheit der Nichtraucherinnen und Nichtraucher auch die Gesundheit der Raucherinnen und Raucher als Opfer der Droge Nikotin am Herzen. Für letztere sind mangelnde Gelegenheiten zum Rauchen eine wirksame Prävention. Vom DKFZ gibt es untermauerte Erkenntnisse, dass x % der Raucher mit dem Rauchen aufhören, wenn ihnen die Gelegenheiten (Raucherräume) zum Rauchen entzogen werden.  
  
Hinzu kommt, dass mit den Raucherräumen das Rauchen auch weiter als Normalität gesellschaftlich anerkannt und salonfähig bleibt. Ich denke, wir müssen alles tun, damit die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens unterbunden wird. Die öffentliche Meinung muss sich nun endlich auf breiter Front gegen den Tabakkonsum richten. An der gesellschaftlichen Akzeptanz des Rauchens hat die Tabakindustrie seit vielen Jahren mit Unsummen und Manpower (Helfer) gearbeitet. Diese Akzeptanz des Rauchens ist auch noch in vielen Köpfen von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern und leider bei den meisten Politikerinnen und Politikern als Normalität verankert. Dies gilt es zu verändern! Daher halte ich auch notgedrungene Kompromisse für kontraproduktiv, vor allem, wenn sie aus unseren Reihen kommen!  
  
Politikerinnen und Politiker leben im wahrsten Sinne des Wortes von Kompromissen, auch wenn die Kompromisse teilweise „faul“ sind. Sie sollten nach meiner Auffassung zu gegebener Zeit auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden!  
  
Ich möchte nicht näher auf die trickreiche Argumentation der Tabakmafia und ihrer Helfer eingehen, dass uns die Freiheit zum Rauchen angeblich nichts angeht. Wenn wir das glauben, gehen wir auf den Leim dieser Drogenindustrie. Dies hängt auch mit der Argumentation zusammen, dass uns das angeblich grundgesetzlich geschützte Recht des Rauchens in Innenräumen nicht zu interessieren hat. Falsch! Dieses in der Tat schützenswerte persönliche Selbstbestimmungsrecht in den eigenen Innenräumen hört auf, wenn Raucher andere in Innenräumen einem vermeidbaren Gesundheitsrisiko aussetzen und schädigen.  
  
Meine deutliche Ablehnung richtet sich auch gegen einen vielleicht gut gemeinten oder von Dritten gewünschten aktuellen Einsatz aus unseren Reihen für neuartige brandsichere Zigaretten. Damit wird das System Tabak letztlich kontraproduktiv unterstützt, stabilisiert und verlängert. Natürlich werden einige Menschen vor den Folgen brennender Zigaretten geschützt. Die Profiteure solcher „verbesserten“ Zigaretten werden dabei schon selbst ausreichend die Werbetrommel rühren. Aber doch nicht aus unseren Reihen! Dahinter stecken doch weiter Zigaretten, die massenweise Krankheit und Tod bringen. Auf allen Hochzeiten kann man nun wirklich nicht gleichzeitig glaubwürdig tanzen!  
  
Zusammengefasst:  
Ich bin strikt gegen ein Mitwirken am gesundheitsschädlichen Tabak-Nikotindrogenkonsum mit dem Tenor, doch nur retten zu wollen, was im System Tabak derzeit zu retten ist. Wir sollten daran arbeiten, den Tabakkonsum zum Schutze der Nichtraucher und der Raucher bedingungslos zu verhindern und ihn abzuschaffen.  
  
Im Vorfeld dieses Zieles zu verharren oder zeitaufwändig zu diskutieren, wie weit man in der Tabakkontrolle gehen könnte und sollte, stabilisiert den Drogenkonsum weiter als angebliche Normalität und als ein vorgebliches Recht von angeblich freien Menschen: „Freie Drogen für freie Bürger“.  
  
Sie kennen die fatalistischen Argumente von Personen, besonders in der Drogenhilfe: Sucht und Drogen gehören nun einmal zum Menschen. Dies bezeichne ich als politische und pseudoliberale Drogenromantik und Teilkapitulation in der Drogenpolitik, mit der man es sich bequem machen kann. Hauptsache, im familiären Umfeld ist niemand drogenkrank oder stirbt daran. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass sich so wenig in der Drogenpolitik bewegt. Die politische Karriere wird bei einem solchen Handeln sicher nicht gefährdet.  
  
Ich plädiere daher u.a. für eine deutliche und kompromisslose Ablehnung von Ausnahmeregelungen beim Rauchen jeder Art, wie z.B. Raucherräume, auch technisch verbesserte Raucherräume. Ich bin gegen tabaksystemkonforme Vorschläge, auch wenn sie vorgeblich notgedrungen gemacht werden, um etwas zu verbessern. Viele Politikerinnen und Politiker knicken dabei bequem und karrierefördernd ein, dies sei „mit den Parteifreunden oder dem Koalitionspartner nicht zu machen“. Auch in unseren Reihen wird leider mit einem „politischen Kopf“ über das Machbare diskutiert und gehandelt. Warum?  
  
Selbst Oppositionspolitiker verhalten sich zurückhaltend und angepasst. Diese kompromissbereite Haltung bzw. dieses Laufenlassen beim Tabak schadet m.E. im Endeffekt. Sie ist ein wesentlicher Grund, dass sich so lange in Deutschland nichts in der Tabakkontrollpolitik bewegt hat. Die Millionen Kranken durch Tabak und über 140.000 Toten inkl. der Passivrauchopfer werden entweder verdrängt und als weitere Normalität hingenommen. Andere Fälle, nicht einmal Todesfälle (z.B. Geiselnahmen) werden dagegen emotional verinnerlicht und zum Grund von hektischem politischen Handeln und Medieninteresse. Geld spielt dabei offensichtlich keine Rolle.  
  
Wir sind die Speerspitze! Bei jedem Kompromiss - auch aus unseren Reihen! - wird billigend in Kauf genommen, dass Menschen möglicherweise in der Gesundheit geschädigt und dass sie einem tödlichen Risiko ausgesetzt werden. Wir sollten daher kompromisslos mit maximalen Forderungen auf das richtige Ziel im Sinne des Gesundheits- und Lebensschutzes hinweisen und vor allem hinarbeiten: Die rauchfreie Gesellschaft.                       Dr. H. Weber (BRD)  

Meinungsumfrage Rauchertelefon:  
Rauchverbot im Auto, wenn Kinder mitfahren 

Eine große Mehrheit der Österreicher spricht sich für Rauchverbote im Auto aus, wenn Kinder als Passagiere anwesend sind. In seltener Eintracht treten unglaubliche 81 Prozent der Raucher und 86 Prozent der Nichtraucher für diesbezüglichen Schutz minderjähriger Insassen ein. Dieses überraschende Ergebnis liefert eine von Unternehmenspathologie.com in Auftrag gegebene und von Consent Markt- und Sozialforschung österreichweit durchgeführte Studie. Beim Rauchverbot im privaten Bereich scheiden sich hingegen die Geister. Immerhin noch 34 Prozent der Raucher würden ein Verbot, vor Kindern zu rauchen, auch im privaten Bereich begrüßen. Damit demonstrieren die Raucher deutlich, wo für sie die „Schmerzgrenze“ liegt. Das Rauchverhalten in der eigenen Wohnung will sich der rauchende Österreicher nicht vorschreiben lassen. Nichtraucher sind hingegen mit 54 Prozent deutlich stärker für ein Rauchverbot vor Kindern in den eigenen vier Wänden zu begeistern.  

Staat nur an Steuereinnahmen interessiert  
In der Meinung über die Haltung des Staates zum Thema Rauchen bei Kindern und Jugendlichen sind sich Raucher und Nichtraucher wieder ziemlich einig. Über die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass dem Staat die Einnahmen durch Steuern auf Tabak und Alkohol wichtiger sind als die Gesundheit der Jugendlichen. Gerade einmal zehn Prozent der Befragten sehen das anders. So sind infolge auch fast die Hälfte der Raucher und über die Hälfte der Nichtraucher überzeugt, dass in Österreich Rauchverbote im Vergleich zu anderen EU-Staaten halbherzig gesetzlich geregelt und umgesetzt werden. Die Bürger kaufen dem Staat die zur Schau gestellte Sorge um die Gesundheit der Kinder nicht ab, die Einschränkung am Zigarettenautomat durch die Altersprüfung wird aber mehrheitlich befürwortet.  
  
Rauchende Eltern als Risiko  
Einig sind sich Raucher und Nichtraucher auch bei der Frage, ob im Gegensatz zu anderen schädigenden Einflüssen auf die Gesundheit unserer Kinder, wie industrielle Umweltverschmutzung, rauchende Eltern an den Gesundheitsschäden ihrer Kinder tatsächlich selbst schuld sind. 65 Prozent der Raucher und 71 Prozent der Nichtraucher sehen hier ein direktes Verschulden der Eltern. Lediglich sechs Prozent der Raucher und Nichtraucher sind anderer Meinung. In Folge  halten auch über zwei Drittel der Raucher und Nichtraucher das Argument, Passivrauchen sei nicht so schädlich, für eine billige Ausrede rauchender Eltern.  
  
Preiserhöhung für Raucher kein Hindernis  
Zur Frage, ob der Tabakkonsum über den Preis gesteuert werden könne, gibt sich mehr als die Hälfte der Raucher überzeugt, dass sogar eine Zigarettenpreiserhöhung auf über fünf Euro bei jungen Menschen zu keiner Senkung der Menge gerauchter Zigaretten führen würde  


Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Köchler, an den Parteiobmann der ÖVP, Wilhelm Molteter 
Im übrigen ist es immer noch so, dass es in Österreich nach wie vor ca. ein Drittel Raucher und zwei Drittel Nichtraucher gibt. Die Zahl der Raucher hat sich nicht erhöht. Die Zahl der verkauften Zigaretten ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Zu behaupten, dass 50 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen rauchen, ist eine glatte Lüge oder ein geschicktes Spiel mit Umfragen. Wäre es wirklich so, müsste man die Gesundheitsminister/innen anklagen, dass sie nicht fähig sind, mit effektiven Maßnahmen wie z. B. den Nichtraucherschutz auf allen Ebenen im geschlossenen Raum (einschließlich Gastronomie ohne Ausnahme) entgegenzutreten.  

Innsbruck, 27. August 2007 

An den Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei 
Mag. Wilhelm Molterer - W i e n 
  
Sehr geehrter Herr Bundesparteiobmann! 
Aus gegebenem Anlaß darf ich Sie auf die mangelnde Glaubwürdigkeit der ÖVP in zwei für das Gemeinwohl zentralen Bereichen hinweisen: 
  
1. Gesundheitspolitik: 
Trotz eindeutiger Fakten hat die zuständige Ministerin bis zum heutigen Tag einen effektiven Nichtraucherschutz verhindert. Geradezu skandalös ist ihre in der österreichischen Presse kürzlich kolportierte (falsche) Aussage, 50 Prozent der ÖsterreicherInnen seien Raucher, weshalb ein generelles Rauchverbot nicht realisierbar sei. Ich frage mich, wessen Interessen die zuständige Ministerin eigentlich vertritt. Die ÖVP sollte sich an den Politikern z.B. in Italien, Irland, Großbritannien, Norwegen, etc. ein Beispiel nehmen und mehr Verantwortungsbewußtsein in Sachen Gesundheit zeigen, anstatt weiterhin Lobbyismus zu betreiben. Ich erwarte von der ÖVP daß (1) ein generelles Rauchverbot nach dem Beispiel Englands initiiert wird und (2) die entsprechenden Gesetze mit Sanktionen versehen werden. "Sanktionslose" Gesetze sind eine Verhöhnung des Bürgers und bedeuten darüber hinaus eine Aushöhlung des Rechtsstaates. 
Im übrigen möchte ich grundsätzlich festhalten: Wer - wie Minister und Abgeordnete - verfassungsmäßig dem Gemeinwohl verpflichtet ist und aktiv 
Tabakprävention und einen effektiven Nichtraucherschutz verhindert, ist nicht nur politisch, sondern auch moralisch für den Tod vieler ÖsterreicherInnen verantwortlich. 
Ich werde die Problematik u.a. in meinem interdisziplinären Seminar an der Universität Innsbruck über "Ethische Fragen der Drogenpolitik (unter besonderer Berücksichtigung der Nikotinsucht)" im kommenden Wintersemester behandeln: http://hanskoechler.com/koechler-lv-ws2007-08.htm#(II). 
  
2. Familienpolitik: 
Da die zuständige Ministerin ihr nicht familiengerechtes Privatleben nach den Regeln des Seitenblicke - Journalismus fortlaufend öffentlich macht und - laut Medienberichten - sogar den Standpunkt vertreten soll, sie hätte deshalb keine Kinder, weil diese auf Kosten der Beziehung zum Partner gingen - ein Standpunkt, der, sollte er den Tatsachen entsprechen, die absolute Antithese zu einer seriösen Familienpolitik darstellt -, stellt sich mir wie vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern die Frage, warum jemand, der in seinem Lebenswandel die Werte der Familie so offenkundig negiert, ausgerechnet das Familienministerium zugewiesen bekommt.  
Als Bürger erwarte ich von der ÖVP, daß die Partei in der Familien- und Gesundheitspolitik glaubwürdig agiert und daß man dem Bundespräsidenten eine neue Ressortleiterin/einen neuen Ressortleiter vorschlägt, die/der moralisch integer und nicht nikotinsüchtig ist. Ich bin überzeugt davon, daß es in Ihrer Partei durchaus kompetente und glaubwürdige KandidatInnen für dieses so wichtige Amt gibt, die ihre Aufgabe nicht nach den Regeln der Seitenblicke- und Spaßgesellschaft verstehen. 
  
Damit Sie mich nicht mißverstehen, halte ich fest, daß mich das Privatleben der ÖsterreicherInnen in keiner Weise tangiert bzw. interessiert - solange jemand nicht ein öffentliches Amt ausübt, das die persönliche Integrität des Amtsinhabers zwingend voraussetzt. Wer in unserer Republik Gesundheits- und Familienminister sein will, muß - insbesondere dann, wenn er das Privatleben an die Öffentlichkeit trägt - die Ziele des Ministeriums (Förderung der Gesundheit und der Familie) auch durch seinen Lebenswandel glaubwürdig vertreten. Wer dies nicht kann oder will, möge sein Glück - ohne jede Einmischung meinserseits - im Privaten suchen. Für ein Amt, das dem Gemeinwohl dient, ist eine solche Person nicht geeignet. 
  
Mit den besten Empfehlungen 
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Köchler 


Sehr geehrter Herr Rockenbauer!  
Ich wurde gestern (6.3.2007) durch die mediale Berichterstattung erstmals auf ihre Schutzgemeinschaft aufmerksam. Herzlichen Dank für Ihre Initiative, bitte machen Sie weiterhin Druck! Auch ich musste heute wieder einmal meinem Ärger Luft machen (siehe E-Mail an das Gesundheitsministerium).  
Mit freundlichen Grüßen  
Beatrix Bosak/Wien  
  
An das buergerservice@bmgf.gv.at  
Nichtraucherschutz  
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich musste in letzter Zeit in Speiselokalen, bezüglich Nichtraucherschutz, leider mehrmals negative Erfahrungen machen.In einem Sushi-Restaurant gab es z.B. ÜBERHAUPT KEINE (!) Nichtraucherzone (die Speisen auf dem Förderband wurden von allen Seiten "eingepofelt"), in einem Luxusrestaurant befindet sich die Raucherzone mit Blick auf den Ring, der Nichtraucherbereich hingegen irgendwo hinten, wobei es einem passieren kann, dass man direkt neben einem Rauchertisch platziert wird. Wenn das keine Diskriminierung der Nichtraucher ist! So häufen sich beim Ausgehen bedauerlicherweise ständig Ärgernisse. Wie herrlich ist es, in Italien essen zu gehen! Ich ersuche, die Anliegen der Nichtraucher zur Kenntnis zu nehmen. Wir fordern ein generelles Rauchverbot in Lokalen! In der großen Hoffnung, dass dies in Österreich bald Realität wird verbleibe ich mit freundlichen Grüßen  
Beatrix Bosak  

Betreff: Rauchverbot in Lokalen 
Datum: Sun, 22 Jul 2007 18:46:39 +0200 
Von:  Andreas Esders <andreas.esders@ready2web.net> 
An: nichtraucher@utanet.at 
 Zum Glück gibt es Leute wie Herrn Rockenbauer, die unermüdlich für den Nichtraucherschutz kämpfen. Auch für mich war die Stellungnahme der neuen Gesundheits(?)ministerin Kdolsky gegen allgemeine Rauchverbote eine herbe Enttäuschung. Aus dieser Stellungnahme höre ich die Haltung Exkanzler Schüssels heraus, der schon seinerzeit den Entwurf des damaligen Gesundheitsministers Außerwinkler zum Tabakgesetz bezüglich verpflichtender Nichtraucherzonen beeinsprucht hat. Das hat Österreich weltweit zum Schlußlicht im Nichtraucherschutz gemacht, wozu auch Ministerin Rauch - Kallat durch ihre windelweiche Ankündigungspolitik mit beigetragen hat. Erst LHfrau Burgstaller scheint in den Koalitionsverhandlungen einen Durchbruch geschafft zu haben, der nun wiederum in Frage gestellt wird. Wann wird Österreich endlich den Anschluß zu einer modernen Gesundheitspolitik finden! 
Wie oft haben meine Frau und ich auf der Schwelle eines verrauchten Lokals umkehren müssen, wo das Menschenrecht auf reine Atemluft ignoriert wird! Wenn viele andere Nichtraucher (man liest, es wären 66%) das Gleiche täten, kämen vielleicht auch die Wirte zum Nachdenken. Das Jammern mancher Wirte über mögliche Umsatzeinbußen bei generellem Rauchverbot finden wir höchst unmoralisch, da man wirtschaftliche Nachteile dem Gesundheitsrisko der Mitmenschen und besonders der Jugend gegenüberstellt. Kämpfen wir also weiter und lassen nicht mehr locker, bis das totale Rauchverbot im öffenlichen Raum endlich kommt!! 
Herr Rockenbauer, Sie haben unsere volle Unterstützung! 
Mag Andreas Esders, Wien 19. 

Betreff: Petition 
Datum: Fri, 23 Feb 2007 10:47:40 +0100 (MET) 
Von: Silvia Amreither <Silvia.Amreither@blackbox.net> 
Firma: blackbox.net 
An: nichtraucher@utanet.at 
  
Sehr geehrte Damen und Herren, 
gestern habe ich voll begeisterung im ORF teletext von Ihrer Organisation erfahren und war gleich heute auf Ihrer Homepage. Ich vermisse eine Petition, die man unterzeichnen könnte, um eine Behandlung im Parlament zu erreichen. Ich glaube, die Zeit ist reif, ich sitze sehr viel in Kaffeehäusern und höre zahlreiche Streitgespräche zwischen Gästen und Kellnern, die mehr Nichtraucherschutz einfordern. Sogar Raucher sagen schon, sie würden für gute Luft im Kaffeehaus auch aufs Rauchen verzichten. 
Ich vertrete die These, dass nicht die Raucher geselliger sind, weil soviele Raucher die Gastronomie nutzen - wie im ORF behauptet - sondern, dass die Raucher die Nichtraucher aus den Lokalen vertrieben haben. Alle meine Freundinnen mit kleinen Kindern müssen auf Lokalbesuche verzichten, weil sie ihren Kindern den Rauch nicht zumuten wollen. Nicht wir diskriminieren die Raucher, sondern die Raucher uns !!! 
mfg 
Mag. Silvia Amreither 

2015: mehr Tote durch Rauchen als durch Aids 
Todesfälle durch Tabakkonsum und Herzkrankheiten werden in den kommenden Jahrzehnten weltweit zunehmen, während die meisten übertragbaren Krankheiten als Todesursachen an Stellenwert verlieren. Die Zahl der Aids-Toten wird hingegen weiterhin ansteigen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), für die Colin Mathers und Dejan Loncar die weltweite Entwicklung der Todesursachen bis zum Jahr 2030 untersuchten. 

Die Berechnungen der Wissenschaftler basieren auf drei Szenarien, die von einem unterschiedlich starken Wachstum des Lebensstandards der Weltbevölkerung ausgehen. Die Lebenserwartung wird insgesamt bis zum Jahr 2030 steigen und die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren zurückgehen, ergab die Analyse für alle drei Szenarien. Während der Anteil von Krankheiten wie Krebs, Diabetes sowie Herzkrankheiten an den Todesursachen ansteigt, sinkt hingegen der Stellenwert übertragbarer Krankheiten wie Tuberkulose, Malaria oder Durchfallerkrankungen, war ein weiteres Ergebnis. 

Die Ausnahme ist Aids, das in den nächsten Jahrzehnten mehr Menschen denn je das Leben kosten wird. Wie sich die Auswirkungen von Aids auf die Todesursachen genau entwickeln werden, hängt stark davon ab, wie viele Menschen Zugang zu antiviralen Medikamenten bekommen und wie weit die Präventionsprogramme gegen die Krankheit reichen. Selbst wenn jedoch bis 2012 achtzig Prozent aller Infizierten mit diesen Medikamenten behandelt werden können, wird die Zahl der Todesopfer vom Referenzjahr 2002 mit 2,8 Millionen Toten auf 6,5 Millionen im Jahr 2030 ansteigen, ergaben die Berechnungen.  
Viel mehr als Aids wird jedoch künftig das Rauchen die Lebenserwartung der Weltbevölkerung beeinflussen: Bis 2015 wird der Zigarettenkonsum etwa für jeden zehnten Todesfall verantwortlich sein. Das sind fünfzig Prozent mehr als die durch Aids verursachten Todesfälle. Mit dem Wachstum der Wirtschaft steigt auch der Verkehr in den Metropolen der Welt an. Die Folge ist eine Zunahme von Verkehrstoten: Falls das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich hoch ausfällt, werden bis 2030 mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen als durch Durchblutungsstörungen des Herzens, so die Forscher. 

Colin Mathers, Dejan Loncar (World Health Organization, Genf): PLoS, Bd. 3, Nr. 11, e442  
ddp/wissenschaft.de  
5.12.2006


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